„Es ist ein wunderschöner Anlass”, sagt Ursula Hediger aus Solothurn. Seit es das Classic Openair gibt, besuchen sie und ihr Mann jedes Jahr mindestens drei Aufführungen. “José Carreras war im ersten Jahr der Star des Ganzen”, erinnert sich Ursula Hediger. So hätten sie und ihr Mann sich gleich begeistern lassen. Dass „Eugen Onegin” in russischer Sprache gesungen werde, spiele keine Rolle, denn sie habe zuvor die Geschichte gelesen. Gehört für Ursula Hediger gepflegte Kleidung zu einem Opernbesuch? „Ein bisschen chic muss man sich machen, das gehört zur Vorbereitung und zur Einstimmung”, sagt sie. „Ich schaue auch gern die anderen an, wenn sie sich zurecht gemacht haben.”
Gerd Birenbach aus der der Region Olten stellt wegen des Openairs jeweils die Ferienpläne zurück. Er besucht seit zehn Jahren immer sechs bis acht Vorstellungen. „Wir geniessen jeweils auch die Stadt und ihre Gastronomie”, sagt er. Er sei zwar ein Fan der italienischen Oper, aber das Stück von Tschaikowsky sei sehr gut gemacht, sei emotional auf einer anderen Ebene, jedoch sehr bewegend, und mit ausgezeichneten Solisten inszeniert.
Opernfan Othmar Eigensatz, Mitinhaber der Firma Spirig, besucht seit zehn Jahren jede Vorstellung des Classic Openairs. Er führte vor seiner Pensionierung hier auch immer einen Kunden-Event durch. Zur russischen Oper habe er nicht so den Zugang, sagt er, aber: „Das ist das Schüne am Classic Openair: dass man auch mit anderen Stilarten konfrontiert wird.”
Andrea Ghiringhelli aus Zürich hat für 2010 bereits Hotel und Billette reserviert. Er sitzt immer in der ersten Reihe, um den Bezug zum Orchester zu haben. „Ich finde hervorragens, was hier geboten wird”, sagt er.
Nach Solothurn fährt er gleich nach Bregenz, Verona und Maccarata zu weiterem Operngenuss und besucht schliesslich die 30 Vorstellungen in Luzern.
Schmunzelnd fügt er an: „Danach mache ich Ferien.”
